Freitag Abend: Kleine Lektüre für’s Wochenende

Bevor der Freitag schon wieder vorbei ist, hier eine geballte Ladung für’s Wochenende. Was gibt’s Neues im management innovation blog?

Das hier zuerst: Die need for change-story geht in eine zweite Runde. Nach ausführlichem Elaborieren und Evaluieren, dass und warum etwas geschehen sollte, folgen jetzt die konkreten Ansätze: WAS soll, muss und darf endlich anders werden?  Teil 8 der Story macht einen verheissungsvollen Anfang dazu (Ist Currywurst kundenzentriert?”).

Und dann natürlich: die Auflösung des Polls der letzten zwei Wochen. Zwei Bemerkungen vorneweg. Erstens (in aller Bescheidenheit): Ich hatte recht – ihr lagt (grösstenteils) daneben. Nur 12% (das sind 3 von 26) haben auf die richtige Lösung getippt. Zweitens: Was soll dieses Thema überhaupt hier im management innovation blog, oder anders gefragt: was haben die Weltrekordler im 100 Meter-Sprint mit Management Innovation zu tun? Die Antwort leitet sich aus der richtigen Lösung ab.
Und hier ist sie: Die letzten zehn Weltrekordhalter im 100 Meter-Sprint verbindet eines: Sie wurden allesamt spät in ihre Familie hineingeboren – im Durchschnitt als vierte von 4.6 Kindern. Erstaunt? Erstmal schon. Daniel Coyle, Urheber der Stichprobe, schreibt dazu (in seinem Buch The Talent Code): “Dieses Phänomen ist umso erstaunlicher, da wir Geschwindigkeit in der Regel für eine angeborene Begabung halten. Das eben beschriebene Muster lässt jedoch vermuten, dass sie (…) durch bestimmte Signale motiviert wird. In diesem Fall lautet die Botschaft: Du bist zu langsam, mach schneller!”. Es gibt eine andere verbindende Auffälligkeit in der Familiengeschichte herausragender Gestalten der Wirtschaft, Politik und Kunst: der frühe Verlust einer der Elternteile. Die Liste dieser Persönlichkeiten ist so lange, dass sie nicht nur diesen Post sprengen würde (Coyle braucht in seinem Buch zwei Seiten für eine bruchstückhafte Auflistung) sondern im Jahre 1978 ein Gruppe französischer Wissenschaftler im Rahmen einer Untersuchung zur Frage führte: “Regieren die Waisen die Welt?”. Auch hier gab es ein frühes und klares Signal an die Betroffenen: “Du bist nicht sicher, du musst dich anstrengen!” – das brachte sie in die Gänge.

Talent und Erfolg als Ergebnis einer Art Initialzündung. Keineswegs angeboren. Nicht einfach “vorhanden” oder “nicht vorhanden”, sondern lernbar. Besser noch: auslösbar, entzündbar. Wenn schon im Sport so deutlich, wo jeder körperliche Anlagen als massgebliche Ursache für Erfolg betrachten würde – wieviel mehr dann im Beruf, bei der Arbeit, im Management?

Das ist schon ein kleiner Paradigmawechsel und sollte einschneidende Auswirkungen auf Unternehmen haben. Hat es übrigens bei einigen schon gehabt, die – offensichtlich ganz intuitiv – Stars in Serie züchten. Gerne gehe ich darauf in der need for change-story später ein!

Bis dahin: ein geruhsames Wochenende!

Frank Wolff

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